🌱 Lophophora und Copiapoa Samen keimen lassen1. Substrat vorbereiten
- Johannes Gruber
- 30. Sept.
- 2 Min. Lesezeit
Sehr mineralisch: Mischung z. B. 70–80 % Bims, Lava, Quarzsand, Perlite.
Kleine Portion feine Kakteenerde oder Kokosfaser (max. 20–30 %), damit es nicht zu steril ist.
Alles vorher anfeuchten (leicht feucht, nicht nass!).
👉 Tipp: Viele grower sterilisieren Substrat kurz in der Mikrowelle oder im Backofen (Pilzvorbeugung).
2. Gefäß
Flache Schalen oder kleine Töpfe, am besten mit transparentem Deckel (Mini-Gewächshaus, Zip-Beutel oder Frischhaltebox).
Wichtig: Luftzirkulation muss regulierbar sein → später langsam anlüften.
3. Aussaat
Samen einfach auf die Oberfläche streuen (Lichtkeimer!).
Nicht mit Substrat bedecken – höchstens ganz leicht mit feinem Sand oder Vermiculite abpudern.
Vorsichtig andrücken mit einem Löffel oder Glasboden.
4. Bedingungen für Keimung
Temperatur: 22–28 °C tagsüber, nachts etwas kühler.
Licht: hell, aber kein direktes Sonnenlicht (Leuchtstoffröhre oder LED ist ideal).
Feuchtigkeit: Substrat dauerhaft feucht halten (geschlossene Abdeckung hält die Feuchtigkeit).
👉 Keimung dauert meist 7–14 Tage, manchmal auch 3–4 Wochen.
5. Pflege der Sämlinge
Nach Keimung noch 2–4 Wochen geschlossen halten.
Dann langsam an frische Luft gewöhnen (Deckel jeden Tag etwas öffnen).
Ganz vorsichtig gießen (am besten von unten), Substrat nie austrocknen lassen – aber auch keine Staunässe!
Erste Monate wachsen sie sehr langsam, bleiben wie kleine grüne Kügelchen.
6. Abhärtung
Nach ca. 3–4 Monaten vertragen sie mehr Licht und trocknere Phasen.
Später (6–12 Monate) können sie wie erwachsene Lophophora behandelt werden: sehr mineralisches Substrat, im Winter trocken stellen.
Pflege ausgewachsener Pflanzen
Licht: voller Sonnenplatz fördert kompaktes, gesundes Wachstum.
Temperatur: warm im Sommer, im Winter kühl (5–12 °C), möglichst trocken – so wird Ruhezeit simuliert.
Wasser:
Sommer: mäßig gießen, immer abtrocknen lassen.
Winter: fast gar nicht gießen.
Düngung: in der Wachstumszeit (Frühling–Sommer) 1× im Monat mit speziellem Kakteendünger (niedriger Stickstoffanteil).
Umtopfen: alle paar Jahre in frisches mineralisches Substrat.
Unterschiede zwischen Lophophora und Copiapoa
Lophophora: kugelförmig, ohne Dornen, sehr langsam wachsend, extrem empfindlich gegen Staunässe.
Copiapoa: aus Chile, meist mit Dornen, etwas robuster und besser an volle Sonne angepasst.
Tipps für gesunde Pflanzen
Immer auf gute Drainage achten.
Vorsicht vor Überwässerung – häufigster Fehler!
Pflanzen im Sommer auch mal ins Freie stellen (sonnig, regengeschützt).
Ruhezeit im Winter unbedingt einhalten, sonst leidet die Lebensdauer.

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