top of page

🌱 Lophophora und Copiapoa Samen keimen lassen1. Substrat vorbereiten

  • Sehr mineralisch: Mischung z. B. 70–80 % Bims, Lava, Quarzsand, Perlite.

  • Kleine Portion feine Kakteenerde oder Kokosfaser (max. 20–30 %), damit es nicht zu steril ist.

  • Alles vorher anfeuchten (leicht feucht, nicht nass!).

👉 Tipp: Viele grower sterilisieren Substrat kurz in der Mikrowelle oder im Backofen (Pilzvorbeugung).

 

 

2. Gefäß

  • Flache Schalen oder kleine Töpfe, am besten mit transparentem Deckel (Mini-Gewächshaus, Zip-Beutel oder Frischhaltebox).

  • Wichtig: Luftzirkulation muss regulierbar sein → später langsam anlüften.

3. Aussaat

  • Samen einfach auf die Oberfläche streuen (Lichtkeimer!).

  • Nicht mit Substrat bedecken – höchstens ganz leicht mit feinem Sand oder Vermiculite abpudern.

  • Vorsichtig andrücken mit einem Löffel oder Glasboden.

4. Bedingungen für Keimung

  • Temperatur: 22–28 °C tagsüber, nachts etwas kühler.

  • Licht: hell, aber kein direktes Sonnenlicht (Leuchtstoffröhre oder LED ist ideal).

  • Feuchtigkeit: Substrat dauerhaft feucht halten (geschlossene Abdeckung hält die Feuchtigkeit).

👉 Keimung dauert meist 7–14 Tage, manchmal auch 3–4 Wochen.

5. Pflege der Sämlinge

  • Nach Keimung noch 2–4 Wochen geschlossen halten.

  • Dann langsam an frische Luft gewöhnen (Deckel jeden Tag etwas öffnen).

  • Ganz vorsichtig gießen (am besten von unten), Substrat nie austrocknen lassen – aber auch keine Staunässe!

  • Erste Monate wachsen sie sehr langsam, bleiben wie kleine grüne Kügelchen.

6. Abhärtung

  • Nach ca. 3–4 Monaten vertragen sie mehr Licht und trocknere Phasen.

  • Später (6–12 Monate) können sie wie erwachsene Lophophora behandelt werden: sehr mineralisches Substrat, im Winter trocken stellen.

 

 

 

 

Pflege ausgewachsener Pflanzen

  • Licht: voller Sonnenplatz fördert kompaktes, gesundes Wachstum.

  • Temperatur: warm im Sommer, im Winter kühl (5–12 °C), möglichst trocken – so wird Ruhezeit simuliert.

  • Wasser:

    • Sommer: mäßig gießen, immer abtrocknen lassen.

    • Winter: fast gar nicht gießen.

  • Düngung: in der Wachstumszeit (Frühling–Sommer) 1× im Monat mit speziellem Kakteendünger (niedriger Stickstoffanteil).

  • Umtopfen: alle paar Jahre in frisches mineralisches Substrat.

 Unterschiede zwischen Lophophora und Copiapoa

  • Lophophora: kugelförmig, ohne Dornen, sehr langsam wachsend, extrem empfindlich gegen Staunässe.

  • Copiapoa: aus Chile, meist mit Dornen, etwas robuster und besser an volle Sonne angepasst.

 Tipps für gesunde Pflanzen

  • Immer auf gute Drainage achten.

  • Vorsicht vor Überwässerung – häufigster Fehler!

  • Pflanzen im Sommer auch mal ins Freie stellen (sonnig, regengeschützt).

  • Ruhezeit im Winter unbedingt einhalten, sonst leidet die Lebensdauer.



 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
🌱 Unterschiede im Anbau

Wachstum : Copiapoa sind noch langsamer als Lophophora. Bei manchen Arten dauert es Jahre, bis ein merkliches Wachstum zu sehen ist....

 
 
 

Kommentare


bottom of page